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Diagnose der Atopie

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Diagnose der Atopie

Bei der Diagnose der Atopie ist eine systematisch erhobene Anamnese, sowie die angemessene Berichterstattung über die während der gesamten Untersuchung gewonnenen Daten von großer Bedeutung.

Bei der Anamnese sind folgende Punkte wichtig:

  • Beginnalter: bei 75 % der atopischen Patienten treten die ersten Symptome schon zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr auf, sporadisch kann dies bei Tieren unter 6 Monaten vorkommen. Oft bemerkte der Besitzer die ersten Symptome nicht, vor allem weil nach Medikation ein schnelles Ansprechen aufgetreten war oder mit dem Wechsel der Jahreszeiten oder der Änderung von Umweltfaktoren eine Spontanerholung erfolgte.
  • Rassenprädisposition: die Erkrankung wird überdurchschnittlich häufig bei Lasa Apso, Schnauzern, Pudeln, Terriern (West Highland White, Cairn, Jack Russell und Foxterrier), Dalmatinern, deutschen Schäferhunden, Boxern, Retrievern (Golden, Labrador) beobachtet1.
  • Saisonal: bei einer Pollenallergie sind die Symptome im Frühstadium in der Regel abhängig von der Jahreszeit. Hält die Atopie jedoch länger an, können sich die Symptome während des ganzen Jahres zeigen. Allergene wie Hausstaubmilbe und Katzenepithelien können jedoch das ganze Jahr über zum Auftreten einer Atopie führen.

Selbstverständlich müssen während der Anamnese auch Fragen zum Schlafplatz (Teppiche, Kissen, Decken usw., im Zusammenhang mit einer Kontaktdermatitis), zum Futter (Nahrungsmittelallergie), zur Anwesenheit von anderen Tieren (Atopie basierend auf Tierepithelien) und zur Vegetation in und um das Haus gestellt werden. Auch die Wirkungen von früher durchgeführten Behandlungen können wertvolle Informationen liefern.

1 Sousa, et al. Vet Immunol. Path. 81 (2001) 153-157

Ergänzungsuntersuchungen

Es müssen mikroskopische Untersuchungen von Hautproben und Pilz- und Bakterienkulturen zum Ausschluss von Ektoparasiten und infektiösen Ursachen von Hautkrankheiten durchgeführt werden. Eine Eliminationsdiät (hypoallergene Nahrung), gefolgt von einer Provokationsdiät können Informationen über das Auftreten einer Nahrungsmittelallergie liefern.

Differentialdiagnose

Eine Differentialdiagnostik auf folgende Erkrankungen ist wichtig: Demodikose, Dermatophytose, Nahrungsmittelallergie, idiopathische Pododermatitis und Trombidiose (Erntemilben). Fallen diese Befunde negativ aus (Ausschluss anderer Ursachen) lautet die Wahrscheinlichkeitsdiagnose Atopie und zusätzliche Untersuchungen in Form von Allergietests sollten durchgeführt werden.